Der Saal der Stiere, ebenfalls Rotunde genannt, öffnet sich in der Verlängerung der Eingangsgalerie. Er hat eine Länge von rund 20 m und eine Breite, die zwischen 5,50 m und 7,50 m variiert.
Zwischen der Decke und dem unteren Teil umfasst eine vorspringende Zone fast die gesamte Ausmalung, die sich ununterbrochen auf beiden Seiten des Saales über etwa 30m hinzieht.
Das Vorhandensein einer sehr weissen Kalzitschicht trägt zur Grossartigkeit der Wandwerke bei, indem sie die Sättigung der Farben begünstigt.
Die Motive des Saales der Stiere mit 130 Darstellungen, darunter 36 Tiere und rund 50 geometrische Zeichen, gehören zu den eindruckvollsten in der paläolithischen Kunst. Drei Tierthemen formen dieses grosse Wandbild: das Pferd, mit 17 Individuen, der Auerochse, 11 Kühe und Stiere, und sechs Hirsche – Themen, die man in geringerem Ausmass in den verschiedenen Teilen der Höhle wieder findet. Der Bär ist einmal anwesend.

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat
Der Saal der Stiere