2013 wurden bei vorsorglichen archäologischen Grabungen durch Mitarbeiter des archäologischen Forschungsinstituts Inrap (= Institut national de recherches archéologiques préventives) in der Gemeinde Bétheny im Departement Marne kleine Gräber freigelegt, die in zwei Reihen über knapp 60 m Länge angelegt wurden. Man fand die Leichname mehrerer deutscher Soldaten, die in den ersten Kriegstagen fielen, wahrscheinlich um den 17./18. September 1914. Zunächst hatte man eine Reihe einzelner Löcher ausgehoben und diese dann miteinander verbunden. So entstanden Gräben von mehreren Metern Länge, die ca. 70 cm tief und ca. 50 cm breit waren. Diese Gräben wurden durch zwei Einschläge verwüstet, und mindestens 7 Leichname wurden zerstört und die Überreste verstreut, so auch über 7 weitere tote Soldaten, deren unversehrte Leichen in der Nähe gefunden wurden. Die Wucht dieser Explosionen ist deutlich daran zu erkennen, dass die Leichname dieser Soldaten zusammengeschoben wurden.

Eine sorgfältige Untersuchung der Fundstücke ergab, dass es sich bei den in Bétheny im Einsatz befindlichen Truppen um Angehörige des Füsilier-Regiments 73 handelte (F.R. 73) und dass dazu auch einige Soldaten gehörten, die seit Kriegsbeginn bei allen Schlachten dabei waren, außerdem Männer der Verstärkung, die der Einheit erst vor kurzem zugeteilt worden waren und deren Ausrüstung nicht dem allerneuesten Stand entsprach. Diese Grabungen liefern eine außergewöhnliche Momentaufnahme aus den letzten Tagen des Bewegungskrieges, bevor die Front im Abschnitt Reims endgültig erstarren und der Grabenkrieg beginnen sollte.