Dieses bescheidene Panneau ist abgesetzt von dem langen graphischen Band auf den Wänden, das sich vom Eingang des Saals der Stiere hinzieht. Die Lokalisierung am Fuss der Wand verleiht ihm eine topographische Originalität.
Zwei gelbe gemalte Pferde stehen sich gegenüber. Links der Vorderkörper und der Rücken eines Pferdes und rechts der Halbesel, dessen Hufe nicht wiedergegeben sind. Für eine Deutung des Tieres als Halbesel sprechen die wenig ausgeprägten Ohren und der Hals, eine gerade Rückenlinie und andere Merkmale. Dennoch spricht alles dafür, dass es sich um eine etwas deformierte Wiedergabe des Umrisses eines Pferdes handelt. Die Zugehörigkeit dieser Figur zum Thema der Pferde scheint durch die Tatsache unterstützt zu werden, dass bis heute keine Knochen des Halbesels aus dem Jungpaläolithikum in Westeuropa gefunden wurden.

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat